Wahlkampf Europawahl abgeschlossen

Mit einem Infostand an der bewährten Ecke bei Bade fanden wir uns am Samstag vor der Europawahl umstellt von CDU und SPD wieder. Unsere gelben Rosen fanden guten Absatz und mit einem Gruppenfoto mit den Wahlkämpfern aller vor Ort anwesenden Parteien brachten wir den Wahlkampf zu dem guten Ende eines gemeinsamen Appells: Wählt demokratische Parteien, wählt, damit die Demokratie gestärkt wird!

Foto: Kalinowsky

Wackere Wahlkämpfer der FDP , Foto Kalinowsky

Vier Wochen und dann wieder neu!

Zum 1. Mai hatte ich die Stele und die Erklärtafel für Boule an der Boulebahn im Park Am Sande installiert. Nun, am 1. Juni erneuere ich die Erklärtafeln, da sie kaum noch zu lesen waren, Sonne und Nässe hatten ihr sehr zugesetzt. Von den ursprünglich vier Punktesteckern ist noch einer übrig geblieben, aber immerhin konnte ich zwei weitere noch einsetzen. Die von mir vermutete Verfalls- und Vandalismusrate hielt sich damit in Grenzen. Und wenn wir den Sommer mit Nachbestückung der Erklärtafel überbrücken können, dürfte der Zweck der Anlage sich weitestgehend rumgesprochen haben. Es wäre natürlich vorteilhaft, wenn jemand von der Gemeindeseite sich um eine dauerhaftere Lösung kümmern würde. Ich bleibe dran und habe jetzt zusätzlich den Hinweis angebracht, dass die Anlage auf eigene Gefahr genutzt wird.

Europawahlkampf

Wir leben in Zeiten, in denen man sich nicht einfach zurücklehnen kann und sagen sollte, lass doch die Anderen machen. Deshalb mache ich auch diesmal mit beim Wahlkampf der Liberalen vor der Europawahl am 9. Juni 2024. Das Messerattentat von Mannheim, das einem Islamkritiker galt, sollte uns daran erinnern, dass wir in einer Demokratie leben wollen, wo man für eine inhaltliche Kritik an Zuständen, Religionen oder Ideologien nicht um sein Leben oder seine Freiheit fürchten muss. Umso erstaunter bin ich, dass am vorletzten Samstag vor der Europawahl es bei Bade nur den Stand der FDP gibt. Ist es ein Desinteresse der anderen Parteien oder haben sie neue Standorte gefunden? Infos gerne an mich weitergeben.

Foto: Kalinowsky, vlnr: Nicole Hövelmeier, Vorsitzende der FDP Tostedt, Dr. Harry Kalinowsky, Beisitzer im Vorstand der FDP

Töster Bouleszene auf neuem Niveau

Eine kleine Fortsetzung zur Bouleanlage im Park Am Sande: Die Info- und Zähleinheit hielt immerhin eine Woche unbeschadet durch. Dann verschwanden die Zählmerker, die ich selbst gedrechselt, angestrichen und mit einem dünnen Basteldraht an die Stele angebracht hatte. Inzwischen habe ich sie ersetzt und auch schon das eine und andere Spiel dort durchführen können. Jetzt, gut drei Wochen später, ist sie immer noch in Betrieb.

Als Vorsitzender von TösterKultur e.V. bin ich auch Vorsitzender des Partnerschaftsvereins mit Morlaàs. Zeitgleich mit dem Aufstellen meiner Stele im Park Am Sande kam bei mir ein Geschenk des Comité de Jumelage du Morlaàs an, das sich als ein Boule-Zählwerk aus Metall entpuppte. Es ist so wunderbar und von typisch französischem Chic, dass ich den Franzosen meine Bedenken mitteilte, ob der Bouleplatz im Park Am Sande, offen und vandalismusgefährdet, der richtige Aufstellort sei und es nicht besser wäre, das schöne Stück auf der neuen Bouleanlage des MTV Tostedt aufzustellen. Die Franzosen zeigten sich damit einverstanden und so konnte ich am 9. Mai, anlässlich des Anboulens und der Eröffnung des neuen Boulodromes, dort die Zähltafel mit Unterstützung der Abteilungsleiters Bernd Krause , seiner Frau Susi und des MTV-Vorsitzenden Uwe Rosenow, versehen mit einer Plakette über den Spender, aufstellen und einweihen. Es war ein tolles Ereignis, das ich noch mit einem Doublette-Gewinn (Zwei spielen gegen Zwei, jeder hat 3 Kugeln, also insgesamt sind 12 Kugel pro Aufnahme im Spiel) von 13:0 krönen konnte.

Mit beiden Anlagen hat das Boulespiel in Tostedt damit eine neue Qualitätsstufe erreicht.

Stele mit Zähleinheiten und Spielerklärung

Pünktlich zum 1. Mai kann die Boulesaison im Park Am Sande starten. Nachdem ich mir die Genehmigung der Gemeinde geholt hatte, eine Boulestele errichten zu dürfen, habe ich diese am letzten Tag des Aprils 2024 auf eine der Bohlenecken installiert. Die Bohlen waren einige Tage zuvor vom Bauhof angebracht worden. Der erste Samtgemeinderat Stefan Walnsch hatte sich dafür eingesetzt, dass dies noch im April gemacht wurde. Noch ist nicht alles perfekt, aber immerhin wird jetzt für jeden erkennbar, wozu der Platz gedacht war. Ich werde mich weiterhin um diesen Platz bemühen, so kann über konkrete Spielerfahrung Neugier für diesen Sport geweckt werden und vielleicht schließt sich dann der eine oder die andere der Boulegruppe des MTV an, wo Boule auch als Sport „Pétanque“ angeboten wird und professionelle Rahmenbedingungen zu finden sind.

Fotos: H. Kalinowsky

Boule im Park Am Sande

Wenn nächste Woche der warme Frühling kommt, wird es der Bauhof geschafft haben, die Bouleanlage im Park Am Sande mit den Seitenbegrenzungen ausgestattet zu haben. Dann werden die Parkbesucher erkennen, wozu die Fläche, die so zwecklos für viele, da lag, gedacht ist. Als wir in der Arbeitsgruppe Perspektive Innenstadt beschlossen hatten, dass der Park auch eine Bouleanlage erhalten sollte, konnten wir nicht ahnen, dass der beauftragte Landschaftsgärtner darunter nur eine plane Fläche verstand. Wenn dort gespielt wurde, dann rollten die Kugeln ins Grüne oder auf den Gehweg, eine kaum zuträgliche Platzgestaltung. Meine Bemühungen, seitens der Gemeinde hier nachzubessern haben jetzt zum Erfolg geführt. Mein Dank geht an Herrn Walnsch und den Mitarbeitern vom Bauhof.

Fotos: H. Kalinowsky

Natürlich fehlt noch etwas, so ein fest installiertes Zählwerk, ähnlich wie auf dem Bild unten rechts, und eine Stele mit Anleitung, worum es geht und wie es gespielt wird. Ich arbeite daran. Meine Hoffnung ist, dass Boule als Freizeitsport den einen und die andere dann motiviert, sich der Bouleabteilung des MTV Tostedt anzuschließen, wo Boule auch als Sport Pétanque angeboten wird.

Früher München, jetzt Tostedt

In meiner Kindheit gab es bei meiner Oma einen kleinen Mischling. Daran hatte ich manchmal meine Freude, aber er blieb nicht lange bei uns. In meiner Studentenzeit, es sind die später Siebziger des letzten Jahrhunderts, besuchte ich mit meiner Frau ihre Schwester in München. Bei unseren Spaziergängen durch die Münchner Innenstadt waren wir andauernd damit beschäftigt auf den Gehwegen Hundekothaufen auszuweichen. Ich fand das unsäglich und war seither kein Freund von Hunden. Als unsere Kinder dann hier im Norden einen Hund haben wollten, haben wir uns darauf eingelassen, weil wir einen großen Garten hatten, sehr naturnah wohnten und es kaum Probleme mit der Beseitigung des Hundekots geben würde. Die Vorstellung, den Kot des Hundes mit der Hand, und sei sie auch in einer Tüte, aufnehmen zu sollen, erzeugte bei mir lange einen deutlichen Widerwillen. Bei einer längeren Autofahrt durch den Süden Frankreichs , ich war allein mit unserer französischen Bulldogge unterwegs, kam es zu einem Vorfall der besonderen Art. Es war den ganzen Tag sehr heiß gewesen und ich nehme an, unsere französische Bulldogge, mit ihrer ach so sensiblen Haut, für die wir stets teures Hundefutter kaufen durften, litt wohl unter Hautreizungen. Ich machte mit ihr eine Pause an einer Autobahnraststätte. In einem winzigen, von mir unbeobachteten Augenblick an einer Wiese wälzte sie sich plötzlich in einem frischen und riesigen Haufen Hundekot. Ich riss sie an der Leine aus dem Haufen heraus, konnte aber nicht verhindern, dass sie über und über mit Kot bekleckert war und fürchterlich stank. Nur mit viel Mühe und Wasser aus Plastikflaschen konnte ich sie zumindest rudimentär säubern. Und ich musste mit ihr weiter fahren. Erst nach Stunden löste sich der immer noch vorhandene Rest des Kotgestanks im Auto auf. Ich schwor mir, nie wieder einen Hund haben zu wollen.

Mit dem Umzug nach Tostedt wurde ich ein Rentner mit Haus und Garten und ohne Hund und Zeit für schöne Dinge im Leben . Die Familie vergrößerte sich durch die Heirat meines Sohnes und aufgrund tragischer Umstände kam die Frage auf, wer kann eine fünfjährige Hündin aufnehmen, damit sie nicht ins Tierheim muss. Ich gebe zu, mein Herz wurde schwach und die Erinnerung an das Drama mit der französischen Bulldogge, die ansonsten ein liebenswertes Tier war, war zwar noch vorhanden, aber mir war klar, hier gibt es überall Hundekotbeutelstationen, dann wird es wohl so sein müssen, gerade auch als gewähltes Ratsmitglied. Und so kam ich zu unserer Daisy aka Yoko (ich nenne sie Yoko, der Rest der Familie mit ihrem alten Namen Daisy). Die Überwindung zu diesem ordentlichen Entsorgungsverhalten fiel mir leichter als gedacht und inzwischen weiß ich, in Tostedt herrscht eine vorbildliche Hundehalterkultur, was die Kotbeseitigung betrifft. Nur noch selten und dann leider aber eher von großen Hunden findet man mal Hinterlassenschaften auf dem Gehweg. Die Münchner Zeiten sind wirklich lange vorbei. Danke, liebe Hundebesitzer aus Tostedt.

Bushaltestelle Westbahnhof

Über den Winter war mir bei meinen morgendlichen Hundespaziergängen aufgefallen, dass der Papierkorb neben der Bushaltestelle Westbahnhof immer schnell überquillt, zumeist von den Hundekotbeuteln. Zwar wird dieser regelmäßig durch den Bauhof geleert, aber es ist auch für ein bis zwei Tage kein schöner Anblick für die Busreisenden, wenn neben ihnen die schwarzen Tüten aus dem Mülleimer überquellen. Deshalb habe ich die Verwaltung gebeten, ob es nicht Sinn macht einen zweiten Mülleimer aufzustellen. Dem wurde jetzt zügig nachgegangen und ich hoffe, dass dies zu einem erträglicheren Anblick an der Bushaltestelle führt. Mein Dank geht an die Verwaltung und den Bauhof.

Foto: H. Kalinowsky