Harrys Politikpalaver

Liebe Wähler der FDP,

herzlichen Dank für das erhaltene Vertrauen bei der Kommunalwahl am 12. September 2021. Durch Ihre Stimmen werde ich die Farben der FDP sowohl im Gemeinderat Tostedt als auch im Samtgemeinderat Tostedt vertreten dürfen. In beiden Räten ist hinsichtlich der Zusammensetzung quasi ein Regenbogen eingezogen, es wird daher darauf ankommen, Parteien und Gruppen übergreifend politische Aufgaben zu lösen. Da wird mehr Reden als nur Machen angesagt sein, aber vielleicht hilft das, auch das politische Klima in Tostedt positiv zu gestalten. In meiner mir nunmehr zugewiesenen Position als 2. stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Tostedt werde ich mich darum bemühen, den Bürgerinnen und Bürgern die ihnen zustehende Anerkennung zukommen zu lassen.

Ich möchte mein Engagement in der Ratsperiode auf drei Bereiche richten, da ist die Stadtentwicklung zu nennen, die in Zeiten des Klimawandels zukunftsfähig zu gestalten ist, die Wirtschaft und die Kultur. Daneben dürfen aber auch die praktischen Themen nicht außen vor bleiben. Unsere Kindertagesstätten und Schulen brauchen unbedingt eine zeit- und coronaangepasste Ausstattung. Zur Gestaltung des Bahnhofs, einer Visitenkarte Tostedts, muss ein neuer Anlauf genommen werden. Tostedt braucht mehr kurze und sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer. Auch sollte eine bessere und ökologisch sinnvolle Verkehrs-Anbindung der Mitgliedsgemeinden angestrebt werden. Die Gewerbeentwicklung muss proaktiv angegangen werden. In der konstituierenden Sitzung des Rates wurde mein Antrag angenommen, den Finanzausschuss der Gemeinde zu einem Wirtschafts- und Finanzausschuss umzubenennen. Diese Benennung verstehe ich auch als Verpflichtung, der Wirtschaftsentwicklung mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

In meinen Augen darf Tostedt nicht zur Schlafstadt werden. Wir müssen ein lebendiges Wirtschaftsleben gerade auch im Zentrum fördern. Junge Menschen, die sich eine eigene Existenz aufbauen wollen, verdienen unsere Unterstützung. Tostedt braucht eine vorausschauende Gewerbegebietsentwicklung, die wirklich Chancen bietet für neue Bereiche.

Eine Gemeinde, die ihren Bürgern kein reichhaltiges Kulturleben bieten kann, dörrt aus. Das Vereinsleben ist zu fördern und Bürgerinnen und Bürger müssen in ihrem Engagement gefördert und gewürdigt werden. Die Verwaltung muss sich in Zukunft viel stärker als Förderer und Unterstützer verstehen. Hier gibt es erheblichen Entwicklungsbedarf. Für mich gehören Kultur- und Wirtschaftsentwicklung untrennbar zusammen, aber nicht allein aus der Perspektive der Unternehmen heraus, das würde zu kurz greifen.

Auf Initiative von Klaus-Dieter Feindt, Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft, haben wir im Rat den bisherigen Kultur- und Sportausschuss umbenannt in Kultur-, Sport und Partnerschaftsausschuss. So soll auch hier dem Thema Städtepartnerschaften mehr Aufmerksamkeit. Sowohl in der Beziehung zu Lubaczow als auch zu Morlaàs sind schwierige Zeiten zu überwinden.

Wegen des Zuwanderungsdrucks als Siedlungsort in einer Metropolregion und aufgrund der klimapolitischen Herausforderungen wird es zudem Zeit, dass wir darüber debattieren, wie sich Tostedt als Samtgemeinde weiter entwickeln soll. Deshalb möchte ich mich im Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss des Samtgemeinderats engagieren.